Mittwoch, 8. April 2015

Frühlingserwachen

Der Falke ruft über meinem Kopf und die Gänse brechen in Panik aus. Der Himmel ist himmelblau und die Sonne strahlt als wäre sie kurz vor dem Verglühen.
Wir drehen unsere Gesichter in Richtung Sonne wie auch manche Blume.


In der Sonne lässt es sich gut aushalten - wenn wir windgeschützt stehen.
825m über dem Meeresspiegel ist die Luft kalt. Sehr kalt. Jeden Morgen bedeckt weißer Reif das neu auskeimenden Rasen. Aber die Morgensonne verwandelt ihn gnadenlos zurück . . ,


Wir sind alle erschöpft und an manchem Morgen sind unsere Reihen sehr gelichtet. Aber es hilft nichts. Die Steuer ruft. Und bis zu unserem Praktikum ist es nicht mehr lange. Die Zeit rennt. Wir sind bald ein Jahr hier im *Lernknast*.
Aber in den Pausen sind wir draußen, den dampfenden Kaffee in der Hand, viele mit Zigarette in der Hand.
Das Wetter ist ein Traum. Und es ist schön der Natur beim Aufwachen zuzusehen. Stuttgart ist viel weiter, also die Natur in Stuttgart, aber hier ist man näher an ihr dran.
Morgens lärmen die Singvögel im Baum vor meinem Fenster. Wenn meine beiden Kater hier wären wäre was los. So liege ich morgens im Halbschlaf und überlege mir ob ich frühstücken gehe oder die letzten Minuten im herrlich warmen Bett verbringe.


Meistens hält die Decke mich fest und ich schaffe es gerade noch mir einen Kaffee zu machen, die Zähne zu putzen und ganz schnell in den Gruppenraum zu eilen.
Das Wetter lockt seit Dienstag und unsere sehnsuchtsvollen Blicke suchen ihren Weg zwischen den Lamellen des Sichtschutzes um ein Stück Himmel zu erhaschen.
Es ist Frühling, ganz sicher, auch wenn der Rauhreif noch nächtliche Attacken reitet.
Frühling. Auch wenn manchmal kalter Regen über die Berge peitscht. Es sind die letzten Zuckungen eines dreisten Gesellen, der sich Winter nennt.


Die Sonnenbrillen harren aus und warten geduldig auf ihren Einsatz, das Lachen in den Pausen ist lauter, es wird mehr gelächelt.
Und schon rufen manche nach dem Sommer.
Ich überhöre sie geflissentlich und lausche lieber den Kröten im Teich, die gerade wild am ... ähm an den Dingen dran sind, die Köten eben so tun, wenn die Frühlingssonne sie kitzelt.

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