Montag, 27. April 2015

und ist das Kind auch noch so klein, es könnte Unternehmer sein .............

Als ich diesen Satz zum ersten Mal hörte musste ich laut lachen. Aber was vielen, auch uns Bloggern, oft nicht bewusst ist:
Sobald man geboren ist, ist man in Deutschland – falls man hier lebt – mit allen seinen Einkünften unbegrenzt steuerpflichtig. Das letztere gilt für das

WELTEINKOMMEN.
WIE BITTE?
Ja, richtig gelesen. Egal wo ihr was verdient: sobald ihr euren festen Wohnsitz in Deutschland habt hält euch Mr. Schäuble, der oberste Steuer***** euch die Knarre, ähm, hat er euer Wohl im Sinn, bzw den der Bundesrepublik.

Jepp. Zwar gibt es Freigrenzen, und so weiter und so fort. Aber....
Da verkauft man am Wegesrand seine Erdbeeren und zack hat man die Steuerfahndung am Hals.
Nein, ganz so schlimm ist es nicht, es muss sich um eine *anhaltende* Einnahmenerzielung dahinter *verstecken*. Wer also einmal alle zehn Jahre seine Klamotten auf dem Flohmarkt verkauft, oder sein Fahrrad über Ebay vertickt, muss  - noch – nichts befürchten.
Wer aber regelmäßig auf Ebay seine Klamotten, Bücher etc. weiterverscherbelt ist Ratz Fatz ein Gewerbetreibender. Und da geht es schon los.
Bandenwerbung: Gewerbetreibender. Auftragsbloggen - Einkünfte nach §18...., usw. usf. und dann stehen sie vor einem. Zwar nicht im Trenchcoat, dunklen Sonnenbrillen und dicken Knarren. Nein. Kein GSG 9 Team wird eure Türen eintreten und euch verschleppen.
Sie kommen ganz harmlos daher. In Papierform. Dann flattert euch ein Briefchen ins Haus. Und wenn ihr dann nicht schnell und richtig reagiert, dann habt ihr den Salat.
Grundregel Nr. 1:
Antwortet. Am besten persönlich. Lasst euch einen Termin bei dem zuständigen Finanzbeamten geben und seid NETT, HÖFLICH und auf keinen Fall patzig und trotzig!
Die Finanzbeamten sind dazu angehalten euch zu helfen. Grundsätzlich gilt: Ihr habt wahrscheinlich was verbockt. Und Unwissenheit schützt eben nicht vor Strafe.
Auch denkt man es manchmal nicht, aber unsere Finanzbeamten sind dazu angehalten das Gute im Steuerzahler zu sehen und nicht nur die Dukaten.

Vielleicht seid ihr ja steuerbefreit, oder liegt unter dem Grenzbetrag und und und… aber wenn ihr euch informiert – im VORFELD – dann seid ihr auf der sicheren Seite. Habt ihr schon den Brief, dann heisst es handeln. Schnell, aber ohne Panik.
Ist man ihnen mal aufgefallen, dann lassen sie einen selten wieder aus den Fängen. Es lohnt sich nicht.
Wenn man mal den Katalog an Zuschlägen betrachtet, dann denkt man sich: Hm, das schenke ich denen doch nicht:
Säumniszuschläge, Stundungszinsen, Verspätungszuschläge, Strafgelder …. Kein Witz.

Es rettet euch auch nicht, wenn ihr folgende Rechtfertigungen zur Hand habt:


  1. -also ein Freund hat mir das aber anders erzählt
  2. -ich kenne da jemanden, der kennt jemanden, der jemanden kennt…
  3. -aber das machen doch alle so!
  4. -echt, wusste ich nicht.
  5. -ich habe das aber schon immer so gemacht und nie ist was passiert. (Ganz ganz falsche Aussage)


Alles, aber auch alles was euch Geld bringt unterliegt einem einzigen Gesetz: der Staat möchte etwas davon…. und auch Kinder sind nicht davor gefeit.
Vielleicht haben sie geerbt. Das sie von jemanden gesetzlich vertreten werden der über 18 ist steht auf einem anderen Blatt.
Also denkt dran: und ist das Kind auch noch so klein, es …….

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