Montag, 29. Juni 2015

I dont't like Mondays? Quatsch, ich liebe den Montag!

I like mondays:
Müde, aber entspannt. Wir fahren ja jetzt Sonntags erst spät abends nach Schömberg. und kommen so zwischen halb und viertel vor elf an. Bis dann alles ausgepackt ist, ich geduscht habe und ins Bett komme ist es weit nach Mitternacht, noch ein bisschen Glotze und dann entspanntes Einschlafen und Wachwerden.
Keine Katze die mir morgens um viertel nach vier eine nasse Gesichtsmassage mit rauher Zunge verpasst -
und wir fangen erst um halb neun mit den Unterrichtseinheiten an - kommt mir Nachteule entgegen.
Was alles aber nicht heisst, dass ich mich nicht auf Freitag freue ^^

Der Kater muss zuhause bleiben, und ich habe Montag morgens meine Ruhe....

Müde bin ich. Sehr müde. Diese Welt macht mich manchmal noch müder. Aber sich geschlagen geben? Nö. 
Das verhindern schon meine Freunde, durch kleine Gesten, durch gemeinsames Lachen, aber auch durch das gemeinsame Besprechen von Problemen, mit Verständnis und einfach weil wir uns ohne groß Worte schwingen zu müssen verstehen.
Ich mag Menschen, die
  • Die ein großes Herz haben
  • Die auch mal zugeben können, dass sie falsch abgebogen sind
  • Die sich erst informieren, dann nochmal drüber nachdenken und erst dann sich ein Bild machen
  • Die weltoffen sind und erst einmal vom Guten im Menschen ausgehen
  • Die keinen Sozialneid empfinden
  • Die für ihre Rechte einstehen und sich nicht mundtot machen lassen
  • Die ihre Meinung vertreten ohne die andere Seite beleidigen und herabwürdigen müssen

Ich bin dankbar solche Menschen zu kennen und sie auch als Freunde zu haben. Und vielleicht auch ein kleines Stückchen so zu sein.
Montag? Finde ich gut!


(Außer, dass wir gleich Gewerbesteuer haben …. L )

Sonntag, 28. Juni 2015

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit? Sonntagsgedanken 26/2015

Sonntagmorgen. Sonne. Warm. Müde. Das Heusteigviertelfest nervt weniger wie befürchtet. Ich meide solche *Kietzfeste* in der Zwischenzeit, da sie schon lange nicht mehr für die Kietzbewohner sind, sondern eine Gelddruckmaschine. Wer hier etwas trinken und essen möchte wird arm.
Wer Spaß dran hat – na gut. Viele der direkten Anwohner sind genervt, die indirekten natürlich nicht und die Nachtschwärmer, denen es nicht eng, laut und heiß genug sein kann, auch nicht. Egal.
Es gibt schlimmeres. Viel Schlimmeres.

Griechenland steht vor dem Exodus. Nachdem man dem Land 70 Milliarden gesponsert hat, um die BANKEN zu retten, verweigert man weitere 7 Milliarden. Man schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, knechtet ein ganzes Land in Armut.
Wie war das nach dem zweiten Weltkrieg? Was hat man mit Deutschland gemacht? War da was? Ah ja – der Marshall Plan. Und einen Schuldenschnitt. Die Wirtschaftliche Förderung eines Landes, das Tod und Leid über die gesamte Welt gebracht hatte.
Und: in Stuttgart wird ein Bahnhof gebaut, der sieben Milliarden Euro kosten wird. Sieben Milliarden Euro für EINEN Bahnhof. Aber keine 7 Milliarden Euro für eine ganze Nation. (Der Vergleich stammt von einer Freundin einer Freundin, nicht von mir, aber ich finde ihn wirklich passend.) Man verweigert einen Schuldenschnitt. Man möchte ein Exempel statuieren. Dieser Verdacht kann einem schon kommen. Und wahrscheinlich ist es mehr als nur ein Verdacht. Gleichzeit läuft eine unglaubliche Propagandamaschine gegen das griechische Volk und ihre Regierung. Der Grund? Weil sie dich nicht beugen wollen.
So kann man eine Idee auch zu Grunde richten.

Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit?

In Freital rennen *besorgte Bürger* gegen eine Flüchtlingsunterkunft sturm. Man geht gegen die vor, die anders, ärmer sind. Die alles verloren haben, außer dem wenigen was sie bei sich tragen und das Leben. Ich schäme mich fremd für diese Bürger. Sie als das zu bezeichnen, für was ich sie halte, verbietet mit meine Höflichkeit und die Angst um mein Karma. Aber ich werde den Flüchtlingen Postkarten schreiben, es gibt eine schöne Aktion: Postkarten mit Willkommensgrüße sollen aus ganz Deutschland nach Freital zu den Flüchtlingen geschickt werden, um ihnen zu zeigen, dass das *Volk* vor ihrer Haustüre nicht das Deutsche ist, sondern eine fehlgeleitet Minderheit, die von Neid und Hass und Angst zerfressen ist.
Aber auch einige Konservativen in Stuttgart sind sich nicht zu schade gegen die Flüchtlingshilfe zu hetzen und teilen munter Artikel, in denen steht, dass arme deutsche Kleingärtner weichen müssen, für Unterbringungen von Flüchtlingen-
*Pfui, wie kann man aber auch! Menschen die nichts mehr haben eine Unterkunft geben und deswegen müssen ein paar auf den Schrebergarten verzichten!*
Man könnte an das letztere auch anders rangehen. Andere Standorte suchen, vielleicht nebenan, dass vielleicht die Kinder der Flüchtlinge mit den Kindern der Hierlebenden spielend Deutsch lernen könnte. Es ist so leicht immer dagegen zu sein. Aber es ist doch auch einfach Lösungen zu suchen, oder?

Menschlichkeit? Brüderlichkeit nur für Deutsche?

Die USA kann noch als Vorreiter dienen: Der USA Court hat etwas geschafft, gegen das sich die deutschen Konservativen dermaßen sträuben, dass man den Verdacht bekommen könnte, sie hätten Angst davor selbst nicht heterosexuell genug zu sein.

Gleichheit?

Einer der Hoffnungsträger der SPD, der vor gar nicht langer Zeit schrieb, mit ihm käme die Vorrat Speicherung nicht, fiel um. Schlimm genug. Aber was sein Partei*Genosse* Gall aus Baden-Württemberg sich schlug dann doch dem Fass den Boden aus*… er würde seine VERMEINTLICHEN Freiheitsrechte….* Vermeintlich? Vermeintlich? Dem Mann gehört Nachhilfeunterricht in Sachen Grundgesetz.

Freiheit?

Während der Anschlag von Tunesien wieder die*gutmeinenden * empörten, kam aus dieser Ecke nichts, als ein weißer Amerikaner in eine Kirche rannte, dort farbige Gläubige erschoss. Und wenn, dann war ein es in ihren Augen ein *durchgeknallter Einzeltäter*. In Tunesien war es natürlich der Islam. Waren die Übergriffe mit Todesfolge von weißen amerikanischen Polizisten gegen schwarze amerikanische Mitbürger auch nur Übergriffe von *einzelnen * durchgeknallten Einzeltätern? Gibt es so etwas unter Christen nicht?

Gleichheit?

Ich könnte jetzt Seite um Seite füllen, und mein Herz würde schwerer und schwerer.
Ich wurde diese Woche durch die Blume als judenfeindlich bezeichnet, weil ich es wagte die israelische Siedlungspolitik zu kritisieren. Als linke Romantikerin, weil ich es wagte, zu sagen, es sei rassistisch zu behaupten jeder Palästinenser sei ein potentieller Terrorist. Und zum Schluss wurde mir empfohlen, meine Einstellung zu Männern zu überdenken, weil ich mich gegen offenen Sexismus wehrte.

Es ist schwer. Wir haben den Zugang zu Bildung. Wir haben ein wirklich gutes Grundgesetz.  Aber wenn den Menschen immer mehr die Menschlichkeit fehlt, dann nützt das auch nichts mehr.

Think about it

Donnerstag, 25. Juni 2015

Die Welt der *-muse*

Die Welt der *…..-muse* ist weit, die Welt der *….-muse* ist ein Dschungel. Niemand ist davor gefeit. Sie besteht, also die Welt der *…-muse*, vor allem aus ganz viel Meinung, ganz viel Ansicht, ganz viel persönlicher Vorlieben und Einschätzungen.
Tatsachen und eine fundierte Argumentation haben hier nichts zu suchen. Es ist der Bereich der Gefühle und Aberglaubens, Anekdoten und Halbwahrheiten, Hörensagen,
Bauchgrummeln, persönliche Abneigungen, schlechte Erfahrungen – auch die vom Hörensagen, von anderen nicht hinterfragt – ergeben den besten Nährboden.

Zwei der *-muse* sind mir die letzten Tagen leider entgegengesprungen und haben versucht mich zu provozieren. Was auch halb und halb gelang.
Zuerst kreuzte der Sexis-mus meinen Weg, in schriftlicher Form bei einer Diskussion, auf allerbestem Stammtischniveau.
Die Frage lautete: *Küssen Veganer Fleischesser?*. Erstens, was ist denn das für eine dämliche Frage? Wenn man aus Überzeugung Veganer ist freundet man sich kaum mit einem Fleischesser so an, dass man das Bedürfnis hat ihn oder sie zu küssen. Oder vielleicht doch? Wer weiß. Aber als der Satz kam: na, sie muss mich ja nicht küssen, sondern stillhalten bis ich fertig bin – also Leute mich ekelt nicht viel, ich bin nicht empfindlich und wer mich in natura kennt, weiß, dass ich eine Spezialzahnbürste für die Lockenbracht auf meinen Zähnen brauche.
Hier war ich erst einmal platt und sprachlos, dann glühten die Tasten des Keybords. Nun ja. Als MANN sich dann noch mit dem Argument rechtfertigte, MANN sei ja ein ganzes Mannsbild blieb nur eins zu sagen:
Ganze Kerle haben so blöde Sprüche nicht nötig.
Ich mag ganze Kerle.

Der andere *-mus* kam mal wieder in einer Diskussion um das Gizeh Problem auf. Es war der Rassis-mus. Und zwar in einer Form, wie er immer mehr Einzug in die Mitte der Gesellschaft hält:
Der böse Araber. Grundsätzlich könne man davon ausgehen, dass man von Palästinensern Terrorismus zu erwarten habe.
Auch hier verschlug es mir die Sprache. Rassismus hat viele Gesichter. Einer ethnischen/religiösen Gruppe etwas zu unterstellen ist immer der Anfang. Die Juden sind gierig und Betrüger, der Moslem (Araber) ist gewalttätig und lüstern, immer hinter den westlichen Frauen her und und und… Man sei mit Israel befreundet.
Hier fange ich an mir die Haare auszureißen.
Aber bevor ich weiterschreibe – ich respektier die Souveränität Israels komplett an. Israel hat das absolute Existenzrecht! Ohne Wenn und Aber.
Trotzdem kann man die Handlungsweise der israelischen Regierung kritisieren. Sobald man das macht, bekommt man den politischen Verstand abgesprochen, wird als linker Romantiker verspottet und und und… statt sich einmal wirklich mit der Problematik auf beiden Seiten zu beschäftigen.

Ich bin nicht mit Staaten, Religionen, Nationen befreundet, sondern mit einzelnen Menschen.
Ja, auch ich verhalte mich nicht immer korrekt und beäuge manchen Menschen misstrauischer als andere. Ich gestehe es mir ein. Und auch ich bin nicht ohne Fehl und Tadel. So habe ich gestern etwas über Sachsen gesagt, woraufhin mir Freunde ziemlich schnell und heftig widersprochen haben. Und sie hatten Recht. Ich bin meinem Gefühl gefolgt und nicht meinem Verstand. Und das ist in solchen *-mus*en Angelegenheiten nie gut. Normalerweise sehe ich mir den einzelnen Menschen an.
Eine meiner Lieblings*perlen*(so nenne ich die Reinigungsfrauen) hier im Haus ist eine wunderschöne junge, sehr freundliche Frau – mit Kopftuch.
Dann gibt es da noch den Faschis - mus.
Alle haben eins gemeinsam – es wird etwas abgewertet, missachtet.
Es gibt noch den Kapitalismus, Sozialismus, Marxismus, die unterscheiden sich von den oben genannten schon um einiges. Bei den drei letzteren geht es eher um Geld und Macht. Weniger um Gefühle. Höchstens das Gefühl der Ohnmacht mancher.

Ich *muss* mal.

Dienstag, 23. Juni 2015

Halbzeit - Zwischenstand

Ist es wirklich schon so weit? Unsere Vorgängergruppe hat am Donnerstag mündliche Prüfung und dann sind sie weg.

Wir stecken mittendrin. Wer wir sind? Die Azubis zum Steuerfachmann/ zur Steuerfachfrau im Berufsförderungswerk Schömberg (BFW). Wir sind ein bunter Haufen, zwischen 27-54 Jahre alt, Männlein und Weiblein, und ein/e Transsexuelle, Deutsche, eingedeutschte Polen und jede Menge Russinen (die mir fast die Liebsten sind).
Hier haben sich auch schon Pärchen gefunden und eines wird Eltern. So spielt eben das Leben.
Sind wir schon ein Jahr hier. Unglaublich.

Letztes Jahr im Mai brachte ich die letzte OP hinter mich, flog zum Depeche Mode Konzert nach London, guckte mir der Widerspenstigen Zähmung im Shakespeartheater an. Im Juni konnte ich endlich die Krücken wegwerfen.
Am 4. Juli 2014 stand ich dann mit gepackten Koffern vor dem BFW, im Schwarzwald, fühlte mich einsam, wusste nicht was auf mich zukam. Vor der ersten Klausur fiel mir fast der Stift aus der Hand.
Heute lächle ich da drüber. In vier Wochen gehe ich in mein 3-monatiges Praktikum, die Gesetze sind mir nicht mehr fremd und auch der PC, den ich schon immer mochte, hat mich ganz und gar.
Ich fühle mich wohl im Paragraphen Dschungel, auch wenn es manchmal braucht bis ich es verstehe, es macht Spaß – manche Fächer mehr – Rechnungswesen – andere weniger – Gewerbesteuer.
Mein Notenschnitt liegt irgendwo zwischen 1,4 und 1,6, nach dem Praktikum geht es straight Richtung Zwischenprüfung.
Vor einem Jahr konnte ich mein rechtes Knie kaum beugen, fast keine Treppen laufen. Jetzt wird es Step by Step besser. Das Laufen fällt leichter, die Schmerzen sind auszuhalten, auch der Rücken hält sich zurück, seitdem ich die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen mache. Hinknieen geht noch nicht so gut, aber das war ja auch noch nie mein Fall.

Die Jobaussichten sind gut. Die Steuerberater in Stuttgart suchen händeringend gute Steucherfachis und auch in der Industrie sind wir als Finanz- und Lohnbuchhalter begehrt.
Das ich altes Mädchen (50) noch einmal die Ausbildungsbank drücken würde hätte ich mir vor 5 Jahren auch nicht träumen lassen, schon gar nicht, dass ich einmal ein Paragraphenreiter werden würde –
Es macht Freude, es fordert und ich kann kaum glauben, dass schon ein Jahr ins Land gezogen ist.

Natürlich habe ich als Internatbewohnerin von Montag bis Freitag den Luxus der kurzen Wege und das ich weder Familie noch Haushalt noch Fahrtweg habe. Auf der anderen Seite fehlen mir meine Stubentiger und meine Freunde in Stuttgart.
Ich komme kaum noch zum Zeichnen und zum Schreiben, Samstags *jobbe* ich schon in einem Steuerbüro und darf mich da an Buchhaltung und Steuern austoben - unter Aufsicht natürlich.

I feel good.

Sonntag, 21. Juni 2015

Die alte Tante SPD und Big Brother - die Sonntagsgedanken 26/2015

Wir können uns vielleicht auf das Ableben einer alten Tante vorbereiten. Genauer der alten Tante SPD.
Als Kind eines Sozen-Haushalts war ich eine treue Wählerin. Als Kind war ich schon Fan von Brandt. Aber damals aus eher unpolitischen Gründen: ich war ein Papakind und mein Papa war ein glühender Soze, so wie sein Papa ein glühender Sozialist war – was ihm allerdings ein paar Besuche der Gestapo eingebracht hatte.

Opa überlebte die Nazis, trotzdem ist in unserer Familie ein gesundes Mistrauen gewissen Kräften gegenüber anscheinend in die Gene gestempelt worden. Jedenfalls einem Teil unserer Familie-
Schon als Schülerin war ich eher in der Apo unterwegs, aktiv in der damaligen Friedensbewegung.
Als der Bundeskanzler Schmidt hieß war ich das erstemal dabei die Seiten zu wechseln. Damals ging es um Nachrüstung, um Ringfahndungen, es war die Zeit der RAF. Wenn man mal von einem deutschen  Polizisten eine MG durch das offene Fenster des Autos auf den Bauch gerichtet bekam oder stundenlang an einem Grenzübergang festgehalten wurde reagiert man da etwas empfindlich. Wir wurden überwacht. Es war die Zeit in der ich Bücher wie *1984* von George Orwell und *Animalfarm* las. *Big brother is watching you* und *Alle Tiere sind gleich*.
Beide Bücher schaffen ein beklemmendes Gefühl.Eines meiner Liebligslieder damals von Eurythmics : Sex Crime

Dann kam ein TV Format: *Big Brother*. Ausspähen als Unterhaltung. Die Menschen bis auf die Toilette verfolgen. Zugucken, sich amüsieren. Ich gehörte zu dem Teil der Gesellschaft der sich diesem Format verweigerte. Ich will das nicht – weder dass diese jemand mit mir macht, noch mit jemanden anderen. Es geht mich nichts an, was andere unter der Bettdecke, auf dem Klo oder unter der Dusche treiben. Geht’s noch?

Ich entfernte mich immer mehr von der SPD, auch wenn die mit dem TV Format nichts zu tun hatte, hing aber im Herzen immer noch der sozialdemokratischen Idee an. Allerdings wurde das immer schwerer. Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene. Schröder (Gasprom-Onkel) und Vogt (S21-Tante). Aber nicht nur das: Die SPD rutschte immer weiter in die Mitte, bis sie diese überschritten hatte.
Dann kam Gabriel. Dann kam die Groko. Meine letzten Hoffnungen schwanden als ich die selbstzufriedene Miene des Gabriels sah. Nein ich hatte die SPD seit Jahren nicht mehr gewählt, ahnte ich doch was uns blühte und leider erfüllten sich meine Vorahnungen.

Die SPD stimmte gestern der Vorratsdatenspeicherung zu. Die Empörung im Netz hielt sich allerdings in Grenzen. Ich verstehe es nicht – es geht um UNSERE PRIVATDATEN. Das geht niemanden etwas an, und hat verdammt noch mal nicht gespeichert zu werden. Von niemanden.
Und wer mir jetzt sagt: *Ich habe eh nix zu verbergen*, dem sage ich:

  • montiere deine Rolläden und Gardinen ab
  • popp doch auf der Straße
  • Mache Aushänge mit deinen Kontodaten und privater Korrespondenz
  • schließe ein Megafon an, wenn du telefonierst
  • drucke einen Surfbericht aus und veröffentliche ihn
Sicherheit geht immer
auf Kosten der Feiheit

Der Sicherheitsgedanken scheint manche Menschen zu abwegigen und skurrilen Einfällen zu bewegen. Sehr schön auch an den Helikopter- Eltern zu sehen.Jeder von uns hat Geheimnisse. Muss ja nix Schlimmes sein, kann ja auch etwas sein, was uns peinlich ist.

Herr Gabriel, treten Sie doch bitte in die CDU ein, nehmen Sie Ottermann und Maas (er war einer der Hoffnungsträger, hat sich aber in meinen Auge dermaßen ins Aus geschossen, dass da gar nichts mehr geht) mit.

Liebe SPD Basis: reißt doch bitte endlich eurer Führung die fetten Ärs… auf oder verlasst dieses Trauerspiel.
Und zum Schluss ein Fluch: Möge die 20% Grenze bei den nächsten Wahlen von denen nicht mehr erreicht werden.

Meine Güte bin ich wütend……

Montag, 15. Juni 2015

Der Weltladen

Wir hören so viel über Fairtrade. Überall sieht mand das Label und staunt, dass es trotzdem so günstigt geht - gehen soll. Es ist wie mit Bio. Selbst die Discounter werden damit überschwemmt.
Allerdings frage ich mich dann meistens –wie soll das möglich sein? Zu solchen Preisen? Aber dann haue ich mein Gewissen und kaufe das Fair Trade Produkt – oder ich kaufe regional. Meistens.
In den Obstabteilen werde ich dann manchmal richtig kiebig:
Spargel aus Peru, Griechenland, Erbsen aus Marokko, Kartoffeln aus Ägypten.
Wächst das Zeug nicht mehr bei uns?
Was für eine Öko Bilanz kann denn ein Spargel aus Peru haben, wenn er bei uns im Supermarkt im Regal liegt.

Nun: Bei Obst und Gemüse fahre ich nicht erst seit gestern die *so local wie möglich, so global wie nötig*; nichts gegen Produkte aus Europa – aber wir tun weder uns noch der Natur Gutes, wenn wir zu jeder Jahreszeit immer alles essen wollen.
Erdbeeren aus Spanien, Kirschen aus Italien, Haselnüsse aus der Türkei, Ananas aus Costa Rico und Orangen aus Portugal – kein Problem. Auch wenn ich meistens warte bis ich heimisches Obst bekomme. Allerdings wachsen hier weder Bananen, noch Mangos oder Ananas. Und die esse ich auch gerne, wenn auch nicht oft.

Nun, ich suche nicht speziell nach bestimmten fair gehandelten Produkten, ich bin da nicht päpstlicher als der Papst. Außerdem habe ich Spaß an schönen Dingen, an guter Qualität, an besonderem Design. Und ich bummle ab und zu gerne.
Als ich am Samstag unterwegs war – eigentlich wollte ich nur zur Post, beging ich den Fehler einen anderen Weg einzuschlagen, ein kleines Detail lenkte mein Auge ab und ich drehte den Kopf, blieb stehen. Was soll ich sagen: die Neugier zog mich einfach durch die Ladentür in das angenehm kühle, nach dem grellen Sonnenlicht so angenehme Halbdunkel des Ladens.


Nein der Laden ist nicht halbdunkel, aber nach der Sonne vor der Tür kam es mir so vor.
Fasziniert folgte ich der Ware die da angeboten wurden:
Süße Pendeluhren aus Blech, als Eulen, Katzen oder Fantasiegebilden. Schalen, geflochtene Taschen, Körbe, Schmuck, Decken, Hängematten, handgefertigten Spielzeug, wunderschöne Schalen mir farbenfrohem Inlays – und auch Schokolade.
Ich hatte nicht viel Geld dabei, aber wenn ich Wolle sehe werde ich schwach, und die handgesponnen Wolle aus Uruguay sprang mir förmlich in die Hand, schmiegte sich an mir und flüsterte mir zu: *kauf mich*.


€11,50 ist nicht gerade günstig für einen Strang Wolle, schon gar nicht günstig, aber in meinem Kopf hallte unentwegt ein Wort wieder: Haben, haben, haben, haben will.
Nun, Ende vom Lied, ich habe die Wolle gekauft. Es wird ein bunter Pulli werden. Jeden Monat ein Strang, kein Strang ist gleich dem Anderen. Deswegen werden auch nur Kragen und Ärmel aus der Uruguayer Wolle sein, Ich freu mich wie ein kleines Kind.
Hier kann ich auch sicher sein, dass das Geld da ankommt wo es gebraucht wird.

Liebe Grüße nach Uruguay.

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  1. Adresse: Charlottenstraße 17, 70173 Stuttgart
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    Montag10:00–20:00
    Dienstag10:00–20:00
    Mittwoch10:00–20:00
    Donnerstag10:00–20:00
    Freitag10:00–20:00
    Samstag10:00–18:00
    SonntagGeschlossen

Sonntag, 14. Juni 2015

Wahrer Luxus - Sonntagsgedanken 25/2015

Sonntag. Sonne. Chillen. Bloggen. Bloggen?
Hm.
Ist so eine Sache. Es gäbe zwar auch heute x Sachen über die ich mich erregen, amüsieren könnten, aber irgendwie vergeht mir gerade die Lust auf die Politikszene, die eher wie eine Dauersatiresendung wirkt. In einer unendlichen Widerholungsschleife:
Die CDU hat ein Problem mit der Ehe für Alle.
Die Rechten haben ein Problem mit Flüchtlingen.
Die brave Bürgerschaft hat Probleme mit der Überfremdung.
Die stockkonservativen *christlichen* Eltern haben ein Problem mit Toleranz und dem Bildungsplan in Deutschland.
Bäh.

Dann die Leute die zwischen dem politischen Boykott und dem Boykott an Menschen mit einer anderen Herkunft als der Deutschen haben nicht unterscheiden können. Mir fallen da fast die Haare aus.
Wenn ich ein Lokal meide, weil der Wirt rechtsradikal ist, dann meide ich es AUFGRUND SEINER POLITISCHEN EINSTELLUNG, wenn ich einen türkischen Supermarkt meide, dann AUFGRUND DER HERKUNFT DES INHABERS.
Liebe Rechte: Seine Meinung, auch die politische, kann man ändern, die Herkunft nicht. Das ist der Unterschied zwischen Nichtrassismus und Rassismus.
Aber das WOLLEN sie nicht kapieren.
Müssen Sie es? Nö, natürlich nicht, aber es erklärt warum ich sie nicht für voll nehmen kann. 

Die Sozialen Netzwerke sind voll davon, von den Haters, vor allem Facebook. Umso mehr schätze ich die Menschen die ich eben über dieses Medium gefunden habe und die diesem *Volk* die Stirn bieten. Teilweise sehr sachlich, manchmal mit einem sehr bissigen Humor, manchmal witzig. 
Wir, - ja ich mache da auch mit – halten denen gerne den Spiegel vor. Und wir leben auch mit den Konsequenzen. Von Seiten wird man relativ schnell gesperrt, auch gerne mal verfolgt – dann quillt mal wieder der *Sonstige Nachrichten*-Ordner der Privatnachrichten über. Meistens mit unflätigen Bezeichnungen der eigenen Person, falschen Behauptungen, manchmal Drohungen.
Manche machen Angst, andere machen müde, manche machen wütend.
Trotzdem: keinen Millimeter den Haters (=Hassern). Warum sie hassen ist mir eigentlich egal. Einseitige Betrachtungsweise und Nichtwissen schürt Ängste und Ängste sind der beste Nährboden für Hass. Wenn dann noch Neid dazukommt und mangelnde Selbstreflektiertheit, dann ist die braune Suppe nicht mehr weit.

Was mich immer wundert, ist wie manche Menschen, die sich Christen nennen und sich auf *unsere* christliche, abendländische Kultur berufen, sich so unchristlich benehmen. Damit meine ich bestimmt NICHT alle Christen, sondern nur jene, die sich so nennen, aber nicht danach handeln.

Natürlich mache ich mir auch Sorgen. Jeden Tag versuchen Menschen ihrem Leid zu entkommen. Und der Strom reißt nicht ab. Ihnen nicht helfen?
NEIN!
Es muss an allen *Fronten* etwas getan werden:
Der erste Schritt wäre wohl das Einstellen des Waffenhandels.
Der Zweite dann das Beenden der Ausplünderung von weniger wehrhaften Staaten, faire Preise für Produkte, egal ob Handwerk oder Rohstoffe oder sonstigen Waren.

Was das für uns bedeuten würde? Vielleicht weniger Luxus. Denken manche.
Für manche Menschen auf dieser Welt ist schon ein Tag ohne Todesangst Luxus.


Think aobut it.

Sonntag, 7. Juni 2015

Nie schöner die Glocken läuteten: Sonntagsgedanken

Sonntag. Gedanken machen. Gedanke aufschreiben. Versuchen fair zu bleiben. Den Schaum vor dem Mund abwischen und durchatmen. Manchmal auch kein Schaum. Aber selten etwas zum Lachen.
Im Moment fällt mir das Schreiben nicht leicht. Zwar geschieht viel, in meinem Leben, in Stuttgart, in Europa, in der Welt.
Die Nachrichten prasseln auf uns herab wie ein Gewitterhagel. Manchmal möchte man den Kopf unter die Decke stecken und nicht mehr auftauchen.
Die Welt wird dadurch nicht besser, aber das ausblenden ist so einfach. Oder doch nicht? Nun, mir gelingt es nicht. Weder was das internationale Politikgeschehen, noch das städtische Geschehen angeht.
Ich registriere und denke darüber nach.

Gerade ist der Kirchentag in Stuttgart zu Ende gegangen. Ca. 250.000 zusätzliche Menschen haben die Stuttgarter Innenstadt bevölkert, übernachteten bei gastfreundlichen Familien, in Jugendhäuser, Pensionen oder Hotels. Die Stadt brummt. Den einen gefiel es, den anderen nicht, es wurde auf der einen Seite gestrahlt, gefeiert, diskutiert, auf der anderen Seite gelästert.
Die Stadt und das Land steuerten über 8 Millionen Euro dazu. Wozu fragt sich mancher nicht Evangelist. Münster zahlt zum Beispiel nichts zum katholischen Kirchentag, warum dann Stuttgart? Prinzipiell ist es für mich okay, dass die Stadt das bezuschusste, allerdings verstand ich es nicht mehr als ich folgenden Post auf FB las:


Den Anspruch finde ich gerechtfertigt.

Aber noch einmal: Ich habe nichts dagegen, dass Stadt und Land so etwas sponsern. Aber die Frage nach dem Warum bleibt. Ein Freund schrieb in einem Kommentar: *Ich möchte nur einen Tag für Agnostiker gesponsert sehen, nur einen.* Nun, ich könnte ja auch eine Veranstaltung für *Die Kirche des fliegenden Spaghetti-Monsters* anmelden … aber vergessen wir das mal.

Was mich wirklich verärgerte waren zwei, nein drei Dinge:

1. Frau Merkel: Nicht dass sie da war, im Schlepptau den *Opa* der Nation Gauck. Sie ist ja die Mutti der Nation, also warum nicht? Aber….
was fällt dieser Frau ein für das Vertrauen gegenüber den Geheimdiensten zu werben? Was hat das mit Kirche zu tun?

2. Die S21 Demo gegen den Kopfbahnhof. Nein, Die hat mich nicht verärgert, auch wenn ich nicht unter den Fahnen der Kirche auf eine Demo gehen würde, jedenfalls nicht auf eine Demo gegen ein Projekt. Verärgert hat mich die Aussage der CDU:

ein Screenshot der gesamten Seite und damit der Quellennachweis liegt vor, bei Interesse verschicke ich es gerne. Es wurd öffentlich auf der Facebookseite eines CDU Politikers gepostet, jedem frei zugänglich.

 Liebe CDU: es ist nichts Verwerfliches daran etwas *kritisch* zu begleiten. Auch, wenn die manche den *Bäbber* „Jesus würde oben bleiben“ als anmaßend empfanden. Andere fanden ihn lustig. Ich persönlich fand ihn doof. Ich halte die Dinge gerne auseinander.

3. Zwar gab es viele Veranstaltungen zu sehr verschiedenen Themen, auch kritische, lustige. Aber es gab auf dem ganzen Kirchentag kein Friedenszentrum. Schade.

Aber auch hier ein Aber:
Hier haben sich sehr viele Menschen getroffen. Friedlich, freundlich, gut gelaunt. Schön, dass soviele Menschen auf einem Haufen so etwas können. 

Zum Schluss:
Egal ob man für so einen Event ist oder dagegen, man kann vieles tolerieren und auch akzeptieren, ohne dabei mitmachen zu müssen. Ich habe die Innenstadt gemieden, da mich Massenevents nerven, egal ob Kirchentag oder sonst etwas. Vor allem, wenn in so kurzer Zeit so viele Menschen meine Stadt fluten. Ich überlasse sie ihnen gerne. Auch für andere Feste, Tagungen etc. etc… allerdings nehme ich mir das Recht heraus leicht abgenervt zu sein UND ab und zu etwas zu lästern.

Samstag, 6. Juni 2015

Hitzewelle

Warum nicht einmal persisches Eis? Hier bekommt ihr es: http://www.ariamarkt.de/Home.40.0.html

 *Ice, ice baby*, wer wie ich in der Mitte Stuttgarts, mitten im Kessel wohnt würde momentan am liebsten im Kühlschrank übernachten. Der einzig wahre kühle Ort im Haus ist der gekachelte Keller - aber der war mal eine Metzgerei und da gruselt es mich.... meine Kater finden es zwar immer spannend, aber ich nicht. Da kommt das persische Eis gerade richtig. Nicht zu süß. nicht zu cremig, frisch und fein nach Rosenwasser schmeckend, aber nicht zu stark.



Manchmal nehme ich das Angebot einer Freundin an, die ein Gartengrundstück oben am Frauenkopf - eine Stuttgarter Edelwohngegend - hat und verbringe dann lauschige Stunden dort.
Wir brauchen nicht viel: der Eimer Wasser ersetzt den Kühlschrank, Gegrilltes Gemüse und frisches Brot vom Lieblingsbäcker, das weiche Gras unter den Füßen - und nicht zu vergessen die Abertausende Stechmücken .....
Aber heute verbarrikadiere ich mich mit meinen Lebendpelzen in der Wohnung - der Ventilator surrt leise, die Tontöpfe dunsten Wasser aus, die Rollos sind unten (gerade alle noch rechtzeitig angebracht.
Was man bei so einem Wetter alles für ein besseres Klima tun kann findet ihr hier:
http://www.kokelores.com/2013/07/wenn-es-frosche-regnet-tipps-und-tricks.html



Die Temperaturen steigen und damit auch die Unwettergefahren Gestern gab es 27 Verletzte bei Rock am Ring, wegen eines Unwetters. Vor zwei Jahren hat ein Sommersturm das Dach einer Location abgedeckt - während ich mit einer Freundin und anderen Hard Rock Fans sich die Sommernacht um die Ohren schlagen wollten. Parla und ich saßen dann an der Haltestelle und überlegten uns wie wir nach Hause kommen sollten, um uns flammte der Himmel immer wieder unheilvoll auf, es grollte und krachte, mehrere U-Bahnlinien konnten nicht mehr fahren. Über Umwege schafften wir es dann nach Hause.

Auch für heute sind Unwetter angesagt. Wer die Hitze ab kann: genießt sie, für uns anderen heißt es: eine Siesta halten und erst in den Abendstunden nach draußen und den Grill anwerfen .

Donnerstag, 4. Juni 2015

Erleuchtet

Nein, ich schreibe nichts dazu. Nein, ich schreibe nichts dazu. Nein, nein, nein…..
Oder doch? Soll ich, soll ich nicht, soll ich, soll ich nicht? Ein Königreich für ein Gänseblümchen….
Also gut, ich schreibe.
Stuttgart.
100.000 Menschen, 3 Millionen Euro und kein Wasserwerfer.
Was geht ab?
Ich versuche es mal ohne Ironie und Sarkasmus.

Kirchentag

Okay. Stuttgart ist groß. Nicht so groß wie Berlin, aber groß. Auch nicht so groß wie Hamburg. Aber auch nicht klein.
Wenn jetzt aber 100.000 Menschen zusätzlich kommen, dann wird es schon etwas – ähm, kuscheliger. Und das geht manchem Einheimischen einfach auf den Sack. Unabhängig davon aus welchen Grund die *Fremden* die Stadt stürmen.
Egal ob Volksfest, Weihnachtsmarkt oder Kirchentag. Für uns *Innenstädter* ist es eine Besetzung.
Jetzt sind sie nun mal da und treiben das was sie treiben. Sollen sie. Ich verkrümle mich eben für die 5 Tage und die Innenstadt meide ich an Wochenenden und vor allem Brückentagwochenden.
Auch das die Stadt den Kirchentag mit drei Millionen Euro sponsert – nun gut, meine Begeisterung hält sich in Grenzen, auf der anderen Seite: Es ist ein Teil unserer Gesellschaft und somit steht ihnen in meinen Augen auch so etwas zu. Egal wie meine sonstige Haltung zu Kirchen und Glauben ist.

Mich befremdet es auch etwas, wenn Menschen in der U-Bahn anfangen von göttlicher Erleuchtung zu singen und etwas preisen, dessen Existenz ich anzweifle. Nun gut. Ich verlasse die U-Bahn oder stöpsle mir Rammstein ins Ohr. Hat was, zu den Industrial Rock Klängen und der Stimme Till Lindemanns in die verzückten Gesichter zu blicken.
Sie sind mir unheimlich. Irgendwie. Nicht wegen ihrer Verzückung, sondern wegen ihres Eifers. Ich ergreife die Flucht und verschiebe meine Erledigungen.
Ich neide ihnen ihr persönliches Glück nicht, sollen sie, es ist ihr gutes Recht, aber ich muss ihnen nicht folgen. Ich will es auch nicht.

Es gibt auch andere Stimmen. An genervte Stimmen. Und nicht wenige. Die sagen: Stört unsere Kreise nicht! Ihnen schallt dann folgendes entgegen: Wir fordern Toleranz!
Ich beobachte dies auf Facebook. Auch dass dieses: Wir fordern Toleranz! auch denen gegenüber angewendet wird, die einfach nur sagen: ich gehe euch aus dem Weg, weil es nicht meine Welt ist.
Wie bitte? Liebe Leute: dreht euer Ding, habt Spaß, stört sogar unsere Kreise, aber was ihr fordert ist keine Toleranz, sondern Folgsamkeit.
Ich sehe für mich keinen Anlass mit Menschen zu diskutieren, deren Ansicht/Glauben nicht der meine ist. In Bezug augf Religion habe ich da meine Erfahrungen gemacht und verzichte gerne auf weitere Erfahrungen.  Ich toleriere, ja akzeptiere sogar ihre Lebensweise solange sie nicht fordern, dass ich es ihnen gleichtun soll. Wie manche an Karfreitag fordern, dass alle in Deutschland den *Feiertag* so begehen wie sie es wünschen. Hier erfolgt ein klares NEIN.
Ich sage nicht wie sie ihre Leben zu leben habe und fordere das gleiche Recht für mich ein.

Zurück zum Kirchentag.
Feiert ihn, feiert euren Glauben, feiert euch, habt Spaß. Und lasst mich bitte meine Kreise ziehen.
Danke

Montag, 1. Juni 2015

Von einer die auszog Klemmrollos zu kaufen.....

Und dann mit ganz anderen Sachen heimkam.
Meine Klemmrollos habe ich im Internet gefunden: passende Größe (nein, im Baumarkt gab es sie nicht und man sagte gleich: „Nein, das kann man nicht bestellen.“).
Also stromerte ich noch etwas durch die Gänge, fand passende Aufbewahrungsboxen für mein Regal des schwedischen Möbelriesen.
Die haben mir, weil ich seit drei Jahren nichts mehr gekauft habe mein Einkaufslimit von 3000€ auf 300€ gesenkt (so lockt man Kunden!), was mich auch nicht gerade animiert erneut über Feld und Land eine Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu zuckeln, um Teelichter zu kaufen. Die gibt es auch bei DM.



Was ich beim Baumarkt kaufte? Ein hübsches, buntes *Gartenset*. Ideal für meine Kübelpflanzen, und etwas wirklich Tolles: Torffreie, gepresste Gartenerde aus Kokosfaser! Das rockt wirklich. Wenn ich früher nicht jemanden fand der mir sein Auto lieh musste ich die Säcke Blumenerde irgendwie nach Hause schleppen. SO geht es ganz einfach, wenn auch nicht gerade billig:



Bei Aldi ergatterte ich 10l für 1.59€, im Baumarkt zahlte ich für 5l über 2€. Nun ja. Aber es rechnet sich trotzdem, ich kann ohne Probleme 50l oder gar 100l „Blumenerde“ nach Hause transportieren ohne mit den Rücken zu brechen, in der U-Bahn jedem der es will oder nicht die Blumenerde in irgendein Körperteil zu rammen und ich muss niemanden mehr um einen Fahrdienst anzubetteln.



Support your local, das mache ich wirklich gerne, habe ja kein Auto. Und vieles kann ich per U-Bahn, Fahrrad oder schlicht zu Fuß erledigen. Aber in Bezug auf die Rollos war ich echt sauer. Auf den Baumarkt. Aber wie. Ja. Die Rollos habe ich jetzt. Für einen Bruchteil dessen, was sie im Baumarkt gekostet hätten, die aber weder die passende Größe noch Farbe hatten. Und ich habe sie nach Hause geliefert bekommen. Das Porto war geringer als die Fahrtkosten. Und gut sehen sie auch noch aus.
Die Aufbewahrungsboxen habe ich dann auch im Internet gefunden. Auch billiger, sogar solche wie die von Ikea. Auch billiger. Support your local. Wenn es möglich ist gerne. Wenn nicht:
Internet.