Sonntag, 14. Juni 2015

Wahrer Luxus - Sonntagsgedanken 25/2015

Sonntag. Sonne. Chillen. Bloggen. Bloggen?
Hm.
Ist so eine Sache. Es gäbe zwar auch heute x Sachen über die ich mich erregen, amüsieren könnten, aber irgendwie vergeht mir gerade die Lust auf die Politikszene, die eher wie eine Dauersatiresendung wirkt. In einer unendlichen Widerholungsschleife:
Die CDU hat ein Problem mit der Ehe für Alle.
Die Rechten haben ein Problem mit Flüchtlingen.
Die brave Bürgerschaft hat Probleme mit der Überfremdung.
Die stockkonservativen *christlichen* Eltern haben ein Problem mit Toleranz und dem Bildungsplan in Deutschland.
Bäh.

Dann die Leute die zwischen dem politischen Boykott und dem Boykott an Menschen mit einer anderen Herkunft als der Deutschen haben nicht unterscheiden können. Mir fallen da fast die Haare aus.
Wenn ich ein Lokal meide, weil der Wirt rechtsradikal ist, dann meide ich es AUFGRUND SEINER POLITISCHEN EINSTELLUNG, wenn ich einen türkischen Supermarkt meide, dann AUFGRUND DER HERKUNFT DES INHABERS.
Liebe Rechte: Seine Meinung, auch die politische, kann man ändern, die Herkunft nicht. Das ist der Unterschied zwischen Nichtrassismus und Rassismus.
Aber das WOLLEN sie nicht kapieren.
Müssen Sie es? Nö, natürlich nicht, aber es erklärt warum ich sie nicht für voll nehmen kann. 

Die Sozialen Netzwerke sind voll davon, von den Haters, vor allem Facebook. Umso mehr schätze ich die Menschen die ich eben über dieses Medium gefunden habe und die diesem *Volk* die Stirn bieten. Teilweise sehr sachlich, manchmal mit einem sehr bissigen Humor, manchmal witzig. 
Wir, - ja ich mache da auch mit – halten denen gerne den Spiegel vor. Und wir leben auch mit den Konsequenzen. Von Seiten wird man relativ schnell gesperrt, auch gerne mal verfolgt – dann quillt mal wieder der *Sonstige Nachrichten*-Ordner der Privatnachrichten über. Meistens mit unflätigen Bezeichnungen der eigenen Person, falschen Behauptungen, manchmal Drohungen.
Manche machen Angst, andere machen müde, manche machen wütend.
Trotzdem: keinen Millimeter den Haters (=Hassern). Warum sie hassen ist mir eigentlich egal. Einseitige Betrachtungsweise und Nichtwissen schürt Ängste und Ängste sind der beste Nährboden für Hass. Wenn dann noch Neid dazukommt und mangelnde Selbstreflektiertheit, dann ist die braune Suppe nicht mehr weit.

Was mich immer wundert, ist wie manche Menschen, die sich Christen nennen und sich auf *unsere* christliche, abendländische Kultur berufen, sich so unchristlich benehmen. Damit meine ich bestimmt NICHT alle Christen, sondern nur jene, die sich so nennen, aber nicht danach handeln.

Natürlich mache ich mir auch Sorgen. Jeden Tag versuchen Menschen ihrem Leid zu entkommen. Und der Strom reißt nicht ab. Ihnen nicht helfen?
NEIN!
Es muss an allen *Fronten* etwas getan werden:
Der erste Schritt wäre wohl das Einstellen des Waffenhandels.
Der Zweite dann das Beenden der Ausplünderung von weniger wehrhaften Staaten, faire Preise für Produkte, egal ob Handwerk oder Rohstoffe oder sonstigen Waren.

Was das für uns bedeuten würde? Vielleicht weniger Luxus. Denken manche.
Für manche Menschen auf dieser Welt ist schon ein Tag ohne Todesangst Luxus.


Think aobut it.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen