Sonntag, 27. Dezember 2015

Sonntagsgedanken - 27.12.2015 Was ich immer schon mal loswerden wollte....

Das letzte Mal die Sonntagsgedanken 2015 schreiben. Wehmut? Nein. Weder wegen des Blogs noch wegen 2015. Keine Angst, hier kommt nicht der obligatorische Jahresrückblick. Weder habe ich den Weihnachtsblogwahn mitgemacht noch werde ich jetzt damit anfangen in die Hauptstraße der Blogs einzubiegen. Sollen sich die anderen um die Gunst der Mainstreamleser buhlen – was absolut keine Wertung sein soll. Wobei ich reine Produktblogs erst gar nicht mehr aufrufe: Wenn ich Werbung sehen und lesen will, schalte ich den TV ein oder lese eine Zeitschrift.
2015? Das beste Jahr seit langem – für mich persönlich, privat wie auch beruflich.
2015? Das schrecklichste Jahr seit langem – die Welt scheint den Klimawandel mit Herzenskälte ausgleichen zu wollen.

Habe ich Wünsche? Wer nicht? Nur für das neue Jahr? Nö. Habe ich Vorsätze? Immer! Irgendwas muss man ja brechen, wenn es schon keine Regeln und Gesetze sind.
Bin ich müde? Jein. Nicht mehr so wie noch letzten Winter. Eher entspannt. Tiefenentspannt. Wenn ich in einer Klausur mal nicht weiter komme stelle ich nicht mehr mein Ganzes Wissen in Frage, vor der letzten Einkommensteuerklausur wollte ich einfach nicht mehr. Eher konnte ich nicht mehr lernen. Etwas blockierte. Und ich wusste im Vorfeld: DAS geht schief. Und es ging schief. Seufz. Und jetzt? Wie sagt Putte immer? Weiter geht’s. Oder: Aufstehen, Krönchen richten, weiterlaufen.
Die letzten drei Tage sperrte ich die Welt aus, las, lernte ein wenig, entrümpelte ich mein Zimmer (naja, wirklich weit bin ich nicht gekommen) – parallel dazu entrümpelte ich mein Seelchen. Und hier kam ich weit. Wer nicht reflektiert kommt einfach nicht weiter. Ob ich an ein Karma glaube oder nicht – diese Frage stellt sich mir nicht. Aber sehr wohl wie und was ich bin.

Mich erschreckt die Kälte, die sich durch alle Gesellschaftsschichten zieht. Statt aufeinander zu zugehen, anstatt zusammen zu rücken… werden Mauern gebaut, Zäune erreichtet und Natodraht ausgerollt.
Mit der Menschlichkeit und Nächstenliebe stirbt Europa und die Nationalstaatlichkeit kommt wieder wie ein Untoter.
Mit den Nationalen kommen die Parolen, die einfachen. Oder war es umgekehrt? Erst die Parolen, dann die Nationalen?
Versteht mich nicht falsch. Nichts gegen einen gewissen *Nationalstolz*, auch wenn ich eher so ticke, dass ich auf meine eigenen Leistungen stolz bin, denn auf die anderer. Aber nichts gegen gewisse Traditionen usw. Wer es braucht, wr es mag, warum nicht? Solange es nicht von oben herab geschieht. Denn von oben fällt es sich schnell und meist auch tief. Siehe den Kaiser, den VW Konzern und und und. Selbst das Sommermärchen scheint gegen jede deutsche Tugend erkauft worden zu sein. Oder eben aufgrund deutscher Tugenden.
Kennt ihr das: Ihr kommt von a nach b und dann fahrt ihr über z nach c? So geht es meinen Gedanken. So geht es mir beim Aufräumen. Wobei -  da ist es eher so, dass ich spätestens bei c ins Detail gehe und mich verirre. Bei c.c.c. spätestens steige ich aus, schnappe mir ein Buch und gehe ins Schaumbad.

Hier sitze ich auf meinem Felsen und betrachte den Fluss der Zeit, den Strom meines Lebens. Wundere und freue mich, erschrecke, trauere, traue und misstraue ich – anderen und auch mir.
2015 stirbt. Ein Kalenderjahr. Ein Wirtschaftsjahr. Ein Neues zieht herauf. Ein irdisches Jahr. Eine menschliche Zeiteinheit. Dabei kennt die Zeit keinen Anfang und kein Ende, so wie die Unendlichkeit. Oder doch? Vielleicht leben wir doch nur in einer Matrix oder sind ein Hologramm auf der Leinwand der Mulitversen.

Was wollte ich euch eigentlich sagen? Ähm.
Ach ja, schön, dass es euch gibt.

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