Sonntag, 12. Juni 2016

Am Tag als der Regen kam.... Sonntagsgedanken 12.06.2016



Nein, nein. Keine Angst. Jetzt kommt nicht der übliche Katzenjammer über das schlechte Wetter. Ich mag Regen. Auch im Sommer. Ich mag den Geruch der nassen Straßen, Pflanzen. Ich mag es, wenn meine Nase nicht mehr allergisch reagiert und ich frei die Luft durch sie einziehen kann und wieder etwas rieche.

Der Himmel ist mal wieder grau, gestern, am späten Nachmittag donnerte es mal wieder. Wie so oft 2016. Es scheint so, als gäbe es keine Woche mehr ohne Gewitter, Starkregen.
Gerade erst sind in den verschiedensten Gebieten Europas im *Nordstau der Alpen* abgesoffen, im wahrsten Sinne des Wortes. Mensche kamen ums Leben, der Schaden an Hab und Gut steigt ins Unermessliche. Ganze Familien stehen vor dem finaziellen Aus, vor den Trümmern ihres Lebens.
*Im Nordstau der Alpen*, dieser Satz stammt nicht von mir. Er hat sich vor Jahren unvergesslich in meine Erinnerungen eingebrannt. Ich sah eine Sendung über den Klimawandel.

Jaja, ich höre sie schon aufstöhnen und sich mit den flachen Händen an die Stirn klatschen.
Klimawandel.
Laut AfD gibt es ja keinen Klimawandel. Nein, nein, nein. Was ich nicht glaube gibt es nicht.
Dabei liegt es schon in der Natur der Dinge, dass alles einem ständigen Wandel unterliegt. Wachstum, Verfall. Eine ganz natürliche Sache. Und auch das Klima ist ein kein feststehendes Ding.
Mannigfaltige Einflüsse wirken jeden Tag auf *unser* Klima ein.
Ich stelle nicht in Abrede, dass sich das Klima auch ohne den Einfluss des Menschen verändert.
Aber ich stelle auch nicht in Frage, dass der Einfluss des Menschen bestimmte Faktoren verstärkt und damit eben die Änderung beschleunigt oder gar forciert.
Liebe AfDler. Auch wenn ihr einen Handstand macht und mit den Pobacken wackelt – es gibt einen Klimawandel.
Natürlich gab es schon immer verregnete Sommer, Unwetterjahre. Normal. Es geschieht eben nur häufiger. Es wird für uns normal werden, wir werden uns daran gewöhnen. Wenn wir es letztendlich überleben. Nein ich glaube nicht, dass das Ende der Menschheit bevorsteht, aber es wird für viele Menschen brenzlig werden und es wird noch mehr Opfer fordern.
Ich möchte niemanden die Schuld zuweisen, denn die Faktoren sind mannigfaltig und es ist ein komplexes Thema. Ursachen und Wirkung. Es ist wie bei den Modellen in der Marktwirtschaft – ändert man nur einen Faktor und schon bricht das ganze System zusammen oder reagiert nicht so wie es die Experten vorhergesagt haben. So geht es eben auch den Meteorologen und den Klimaforschern.
Wir heizen unsere Welt auf.
 Hitze + Wasser = Wasserdampf.  
Wasserdampf = Wolken. 
Wolken = Regen. 

Wenn es doch nur so einfach wäre.........Ich kann und werde hier nicht anfangen zu versuchen wissenschaftliche Lösungen zu schreiben. Aber was ich so höre, sehe und lese beeindruckt mich schon.
Ein Jahrhundertsommer, Hitzerekorde, Niederschlagsrekorde, Dürren, Waldbrände…. Wir werden uns auch an diese Bilder gewöhnen und es als alltäglich ansehen. Der Mensch ist anpassungsfähig. Ähnlich wie die von uns so geschmähten Ratten.

Und jetzt? Ich weiß es nicht. Sinnvoll erscheinen mir verschiedene Maßnahmen. Verminderung des CO2 Ausstoßes  (jaja, ich weiß: ein Vulkanausbruch schleudert mehr Material in die Luft wie die geschmähten Autos mit Verbrennungsmotoren), Stopp der Versteppung  durch  Kahlschlag der Regenwälder. Es gibt so viel, was wir tun können. Jeder  für sich. Aber Generallösungen wird es wohl keine geben.

Wir werden sehen. Es ist wahrscheinlich wie immer: erst wenn die Hütte brennt oder absäuft reagiert *der* Mensch.
Lasst uns diese Welt retten. Ich weiß nicht wo es sonst noch Pralinen gibt.

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