Donnerstag, 9. Juni 2016

Persönliche Kampfansage II - weg mit dem Speck

Vor genau drei Wochen habe ich mit dem Programm einen Tage essen, einen Tag fasten begonnen. Es nennt sich 10/2.
Das Prinzip ist verblüffend einfach, es entstehen keine Mehrkosten, eher spart man - und kann dadurch hochwertigere und meist teurere Produkte kaufen.
Manchmal verzweifle ich an der Fülle in meinem Kühlschrank. Zwar kaufe ich schon weniger ein, aber immer noch zuviel.
Toastbrot friere ich jetzt sofort ein und entnehme immer nur zwei Scheiben zum Frühstück, oder wenn ich an den Esstagen Lust auf Brot/Brötchen habe husche ich zum Bäcker.
Außerdem bewege ich mich mehr. Dafür habe ich meinen Tracker - dieses unscheinbare, schwarze Armband welches ich jetzt Tag und Nacht trage.
Ich lasse mich weder von der Essweise noch von dem Tracker versklaven, sie helfen mir aber. Erinnern mich.



3 Woche, 05/06                Esstag
Nach einem Nulltag wieder zu essen ist schwierig. Ich wache morgens auf und habe keinen Hunger, aber Durst. Keinen Brand, aber Durst. Auf Wasser. Aber wer will an einem Nicht-Fasten-Tag schon auf Milch (Haferdrink) Kaffee verzichten? Ich nicht. Nach dem Kaffee noch mehr Durst, also Wasser. Es ist köstlich. Still, kühl, klar. Ich fühle mich satt. Trotzdem: das Fastenbrechen ist wichtig. Zwei Scheiben Toast, ohne Butter, einmal mit Avocadocreme, einmal mit (Analog)Käse.
Ich probiere mich parallel durch die veganen Angebote. Ich kann es mir ja jetzt leisten, nicht weil ich mehr verdiene, sondern weil ich weniger verbrauche.
Statt Wasserflaschen zu schleppen trinke ich in der Zwischenzeit Leitungswasser. Manchmal mit Zitrone, manchmal mit Granatapfelkerne, manchmal Minze und Gurkenscheiben, meistens pur. Kühl, klar, still. Der Durst ist schneller gelöscht.

Keine Ahnung wie es weiter geht. Mehrere Leute haben mich auf meinen schwindenden Bauch angesprochen. Gewogen wird  erst nächste Woche. Das ist dann mein Startgewicht.
Meine Knie werden es mir danken.
Ich fühle mich wesentlich *leichter*, bzw. weniger aufgebläht. Die erste Hose sitzt nicht mehr so eng.
Und immer noch bin ich verblüfft:
Keine Verbote und Gebote an den Esstagen.
Keine Kalorienzählerei.
Keine Zusatzkosten.
Keine Quälerei. (Okay, an den ersten Fastentagen knurrt der Magen und  ich hätte in alles beißen können, was mir begegnete…)

Nein, diese Art seine Essweise in den Griff zu bekommen eignet sich nicht für jeden. Ich bin ein *Gierschlund*, eine kleine (große?) Raupe Nimmersatt.
Für mich ist es leichter gar nicht zu essen als nur ein wenig zu essen.
Ich habe - glaube ich - fast alle Diäten durch.
Ich habe Sport bis zum Exzess betrieben.
Alles half - und dann kam der berüchtigte Jojo-Effekt.
Was dazu führte, dass ich fast aufgab. Zwischendurch resignierte ich.
Freunde und Innen haben sich den Magen verkleinern lassen. So weit war und werde ich nie sein.
Noch weiß ich nicht wie das Experiment ausgeht, aber solange ich mich gut fühle werde ich es machen.
Der erste Schritt für jeden der so etwas in Angriff nehmen möchte:
Lasst euch durch checken:
Habt ihr Diabetes dann geht das natürlich nicht.
Regelmäßige Blutwertkontrollen sind sinnvoll.

Bei Fragen könnt ihr mich mit der Kommentarfunktion erreichen oder auf meiner Facebookseite.

Ich gehe heute ein Eis essen, mindestens 4 Kugeln mit Schokotopping und werde keine schlechtes Gewissen haben.

Der Einstieg: http://www.kokelores.com/2016/05/private-kampfansage.html

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